Road Pricing - ein wirksames Lenkungsinstrument

In der Schweiz wie auch in den meisten anderen Ländern Mitteleuropas hat sich der Strassenverkehr, trotz technischer Fortschritte, in den letzten Jahrzehnten zum Umweltproblem Nummer Eins entwickelt. Eine Entschärfung des Problems ist nicht zu erwarten, im Gegenteil.


Vor diesem Hintergrund fordert der VCS die Einführung eines modernen, wirksamen Lenkungsinstruments, welches die effiziente und nachhaltige Bewirtschaftung des vorhandenen Strassensystems erlaubt. Der VCS ist der Meinung, dass elektronisches Roadpricing die Anforderungen an ein solches Instrument am besten erfüllen würde.
Der VCS Bern hat deshalb ein Positionspapier erarbeitet und fordert eine zeitnahe Umsetzung von ersten Versuchen mit diesem Instrument, das flächendeckend eingesetzt das am besten geeignete Mittel zur Lösung der Umweltprobleme, die der motorisierte Verkehr verursacht, darstellt.

Positionspapier (pdf)

En Suisse comme dans la plupart des autres pays d'Europe centrale, la circulation routière s'est intensifiée ces dernières décennies au point de devenir le problème écologique numéro un, malgré les avancées techniques. Inutile de compter sur une amélioration: au contraire, on table en Suisse sur la poursuite de l'augmentation du trafic voyageur. Tandis que pour le trafic marchandises, une première étape importante a été franchie avec l'introduction de la RPLP afin d'endiguer le flot de camions, pour ce qui est du trafic voyageurs, c'est encore et toujours le principe du chacun pour soi qui prévaut largement sur les routes helvétiques. Le monde politique est actuellement démuni vis-à-vis de la croissance effrénée du trafic individuel motorisé. Souvent, la seule réponse consiste à réclamer de nouvelles routes. Cela parce que les instruments fiscaux existants (taxe sur les véhicules à moteur et droits d'entrée sur les carburants) ne sont pas conçus comme des outils de dissuasion et ne conviennent pas à cette fin. En voici les raisons principales:

- La taxe sur les véhicules à moteur ne concerne que les frais fixes et n'a donc aucun effet modérateur sur l'utilisation.

-Le principe de l'arrosoir régissant les droits d'entrée sur les carburants ne permet pas de soulager précisément les points chauds du trafic. Un prix élevé du carburant, en vue de décongestionner les régions à forte densité urbaine, grèverait déraisonnablement les automobilistes dans les régions périphériques et encouragerait le tourisme d'achat du carburant.

Forte de ces arguments, l'ATE plaide en faveur de l'introduction d'un instrument d'incitation moderne, efficace et permettant d'exploiter durablement le réseau routier existant. L'ATE est d'avis que le péage routier électronique offre la meilleure réponse aux exigences d'un tel instrument. Elle partage cet avis avec d'autres associations européennes d'écomobilité qui soutiennent un développement durable des transports.

Prise de position (pdf)

Was ist Road Pricing? (pdf)

Grünes Licht für Versuche mit Road Pricing

Bern, 07.12.2007, Medienmitteilung des UVEK
Gestützt auf neue Forschungsergebnisse hat der Bundesrat das weitere Vorgehen in Sachen Road Pricing diskutiert. Er hat beschlossen, dass die Einführung von Strassenbenützungsabgaben in Städten und Agglomerationen ermöglicht werden soll. Als ersten Schritt will er die rechtliche Grundlage für die Durchführung entsprechender Versuche schaffen.

Hier finden Sie die Medienmitteillung des UVEK

Die Niederlande wollen flächendeckendes Roadpricing bis 2012

Ein weit verbreitetes Argument in der Schweiz gegen Roadpricing lautet, dass die bisherigen Umsetzungen weltweit nicht mit den Verhältnissen in der Schweiz vergleichbar seien.
Nun aber hat sich mit Holland ein Land die Einführung von Roadpricing auf die Fahnen geschrieben, das der Schweiz bezüglich seinen beengten räumlichen Verhältnissen, der Verkehrsdichte und der Anzahl Fahrzeuge stark ähnelt. Bemerkenswert ist, dass die Niederlande von Anfang an mit einem flächendeckenden Roadpricing System auf allen Strassen und für alle Motorfahrzeuge starten wollen. Das System soll auf Basis von Satellitennavigation und einer europaweit standardisierten On-Board-Unit funktionieren.

Weitere Informationen finden sich im NZZ-Folio 10/07:

Studienreise nach London

Zusammen mit "Läbigi Stadt" organisierte der VCS Bern im April 2006 eine Studienreise nach London. Politiker aller Couleur aus Stadt und Agglomeration, Medienvertreter und Fachleute nutzten diese Gelegenheit, Infomationen aus erster Hand zu bekommen. Gespräche und Vorträge mit Befürwortern und Gegnern des Road Pricing in London trugen zur Meinungsbildung bei einer allfälligen Einführung von Road Pricing im Kanton Bern bei. Die Reise erhielt in den Medien ein grosses Echo. Hier finden Sie die Artikel als pdf:
Bund Titel
Bund Haupttext
BZ Titel
BZ Haupttext
Aemme Zytig Front
Aemme Zytig Haupttext
Burgdorfer
Grauholz-Zeitung

Interessante Links zum Thema Road Pricing

diese Linkliste finden Sie auch beim VCS Schweiz

www.nfp41.ch
"Verkehr und Umwelt" Wechselwirkung Schweiz - Europa
- Nationales Forschungs
programm

www.epomm.eu
European Platform on Mobility Management

www.transport-pricing.net/
Urban Transport Pricing in Europe

www.cclondon.com
Congestion Charging, London

www.vtpi.org
Victoria Transport Policy Institute, Canada