VCS begrüsst Weiterentwicklung der Wanderrouten

Bern, 10. August 2011

Der VCS Kanton Bern befürwortet die im Sachplan vorgeschlagenen Kriterien zur Weiterentwicklung des Wanderroutennetzes. Dank eines attraktiven Angebots an Wanderwegen im Kanton Bern und in der Schweiz werden mehr Menschen ihre Freizeit in der Region verbringen und dabei zu Fuss unterwegs sein. Dies trägt zu einer nachhaltigeren Entwicklung des zunehmenden Freizeitverkehrs bei.

Der VCS Kanton Bern zeigt sich in seiner Stellungnahme zum kantonalen Sachplan Wanderroutennetz erfreut über die Kriterien, welche zur Weiterentwicklung des Wegnetzes vorgeschlagen werden. Wichtig erscheint ihm insbesondere, dass Hauptwanderrouten grundsätzlich an den öffentlichen Verkehr angeschlossen sein müssen. Zudem hält es der VCS für unbedingt notwendig, dass auf dem gesamten Wanderwegnetz ein konfliktfreies Nebeneinander von Wandernden, Fahrradfahrenden und motorisiertem Verkehr gewährleistet ist.

Mehr Wanderwege ohne Hartbelag

Ein verstärktes Engagement des Kantons und strengere Kriterien wünscht sich der VCS gegen die zunehmende Versiegelung der Landschaft. In der Schweiz sind mehr als ein Viertel der Wanderwege geteert. Der Kanton Bern liegt mit 31 Prozent Hartbelag nur im Mittelfeld der Kantone. Dies zeigt eine Erhebung des VCS Schweiz aus dem Jahr 2008. Obwohl die Zahlen der Kantone aufgrund der unterschiedlichen Besiedelungsdichte mit Vorsicht zu beurteilen sind, sollte aus Sicht des VCS auch der Kanton Bern verstärkt Massnahmen ergreifen, um die Asphaltierung der Landschaft zu stoppen bzw. rückgängig zu machen. Der VCS fordert, dass ausserhalb des bebauten Siedlungsgebiets mehr als 90 Prozent der Wegoberfläche hartbelagsfrei sein müssen. Ausserdem soll dieser Anteil nicht erreicht werden, indem man bestehende Wanderrouten verlegt. Der VCS stellt eine zunehmende Tendenz fest, Wanderwege zu teeren bzw. zu verlegen, weil Anwohnerinnen und Anwohner bzw. die Land- und Forstwirtschaft ihre Zufahrtswege asphaltieren möchten. Diesem Trend ist unbedingt entgegenzuwirken. Einerseits nimmt auf diese Weise die Versiegelung der Landschaft unaufhaltbar zu, andererseits beeinträchtigt dies in den meisten Fällen das Wandervergnügen und reduziert so die Attraktivität dieser gesunden und umweltverträglichen Freizeitaktivität.

Der Freizeitverkehr ist bereits heute das bedeutendste Verkehrssegment und auch in Zukunft ist in diesem Bereich mit Zuwächsen zu rechnen. Einerseits muss vermehrt die Attraktivität von Freizeitaktivitäten in unmittelbarer Nähe zum Wohnort aufgezeigt werden, andererseits sollen umweltschonende Mobilitätsformen zur Ausübung der Freizeitaktivität gefördert werden. Der VCS begrüsst deshalb sämtliche Massnahmen, die zu einer qualitativen Weiterentwicklung des Wanderwegnetzes führen.

ganze Mitwirkung (pdf):

 

Weitere Informationen: Simon Küffer, Geschäftsleiter VCS Kanton Bern, Tel. 031 318 54 44