Präsidiumswechsel beim VCS Kanton Bern

Jan Remund

Jan Remund wurde an der Mitgliederversammlung des VCS Kanton Bern in Langenthal zum neuen Präsidenten gewählt. Das im Anschluss an der Versammlung durchgeführte Pro und Contra Podium zur Abstimmung "Verkehrssanierung Aarwangen" war sehr gut besucht (80 Teilnehmende). Das Komitee unter der Federführung des VCS startet jetzt die Phase der Schlussmobilisierung gegen das teure, nicht zielführende und umweltzerstörende Verkehrsprojekt.

Jan Remund ist seit 2015 Co-Präsident der Grünen Kanton Bern. Seine politische Arbeit begann bei den Grünen Köniz, die er zehn Jahre geleitet und auch im Parlament vertreten hat. Er arbeitet als Solarressourcenexperte bei Meteotest, wo er den Geschäftsbereich Energie und Klima leitet. Jan Remund wohnt in Mittelhäusern, ist verheiratet und hat zwei Töchter. Zudem wurden neu in den Vorstand gewählt: Luca Alberucci, David Stampfli und Till Weber, welcher die VCS-Regionalgruppe Thun-Oberland im Sektionsvorstand vertritt.

Nein zur Mogelpackung «Verkehrssanierung Aarwangen»

An der anschliessenden Podiumsdiskussion kreuzten Befürworter und Gegner des Projekts die Klingen. Beide Seiten waren sich einig, dass die Ortsdurchfahrt in Aarwangen saniert werden muss. Allerdings der Bau einer Umfahrung ist für die Gegner der falsche Ansatz, weil sich dadurch die Situation in Aarwangen für weitere 10 bis 15 Jahre nicht verbessert. Zudem würde sich der Verkehr mit einer Umfahrung einfach verlagern und in Bützberg-Thunstetten, Langenthal und in anderen Orten zu Problemen führen. Mit der 100 Millionen billigeren Variante «Null+» und dem Bau einer Fussgänger- und Velobrücke in der Vorstadt würden die Verkehrsprobleme nachhaltig gelöst und die Schulwegsicherheit in deutlich kürzerer Zeit verbessert. Das ohne Verkehrsverlagerung, Kulturlandverschleiss und mit viel weniger Geld. Fredy Lindegger, von der VCS Regionalgruppe Oberaargau-Emmental hielt fest: «Bei einem Nein kann die Regierung auf die gleichwertig ausgearbeitete Variante «Null+» zurückgreifen. Die Gelder für die Verkehrssanierung bleiben bis 2022 bestehen.» Hans Kaspar Schiesser, langjähriger Leiter Verkehrspolitik beim VCS Schweiz warnte: «Wenn man bedenkt, dass man mit der Umfahrung vor allem zusätzlichen Lastwagenverkehr anzieht, der den toll ausgebauten Schleichweg via Langenthal-Roggwil-Reiden natürlich gern nutzen wird, dann sind 136 Millionen genau 136 Millionen zu viel.» Die Projektbefürworter, Kurt Bläuenstein, FDP-Gemeindepräsident von Aarwangen und Käthi Wälchli, Grossrätin SVP, hatten kein leichtes Spiel vor einem vollen Saal, welches grossmehrheitlich gegen das Projekt votierte.