Gleiche Chancen im öV für alle

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Der VCS begrüsst die zusätzlichen Massnahmen des Bundesamts für Verkehr (BAV) zur Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes. Der barrierefreie Zugang zum öffentlichen Verkehr ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität wichtig, dazu zählen oft auch ältere Menschen sowie Eltern mit Kleinkindern.

Das BAV hat heute die Infrastrukturbetreiber dazu aufgefordert, die Massnahmen zur Erfüllung des Behindertengleichstellungsgesetztes zu intensivieren. Andernfalls wird das Ziel, den autonomen Zugang bis ins Jahr 2023 zu gewährleisten, verfehlt. Der VCS begrüsst diese zusätzlichen Massnahmen des BAV und unterstützt dessen Forderungen an die Infrastrukturbetreiber, das Tempo in der Umsetzung der Massnahmen zu erhöhen.

Die Betreiber des Personenverkehrs setzen sich bereits heute dafür ein, dass Menschen mit eingeschränkter Mobilität den öV nutzen können. Insbesondere der Service der SBB funktioniert gut. Weiter ist zu begrüssen, dass Menschen mit Behinderungen zu reduzierten Tarifen den öffentlichen Verkehr nutzen können. Allerdings hinken die Bemühungen beim Ausbau der oft teuren Infrastruktur den sinnvollen Unterstützungsnageboten im Betrieb hinterher. So sind zahlreiche Bahnhöfe in der Schweiz weiterhin nicht barrierefrei zugänglich. Das ist gerade auch für ältere Menschen und für Eltern mit Kleinkindern oftmals ein Problem. Die Schweizer Bevölkerung altert, umso wichtiger ist es, dass der Zugang zum öV barrierefrei ist: 1,5 Millionen der in der Schweiz lebenden Bevölkerung sind älter als 65 Jahre.

Das Behindertengleichstellungsgesetz gilt natürlich auch für Busse und Trams im öffentlichen Verkehr. Hier besteht weiterhin Nachholbedarf. Auch in den Fernbussen, die das BAV letzte Woche für Testfahrten in der Schweiz freigegeben hat, müssen die Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetztes eingehalten werden. Das ist heute in keiner Weise der Fall.

Kontaktinformationen

Matthias Müller, Leiter Kommunikation und Public Affairs, 079 757 00 91